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Gefahrgut aus Kesselwagon am Bahnhof Sünching
Am 27.06.2009 waren fast alle Vorbereitungen für unser Florianifest erledigt und fast alle Kameraden wieder Zuhause, als eine lange Alarmierung einen grösseren Einsatz ankündigte. Mit dem obigen Stichwort fuhren wir daraufhin mit zahlreichen Feuerwehren Richtung Bahnhof Sünching. Vor Ort wurden wir vom Zugführer eines Zuges über einen tropfenden Gefahrgutwagon informiert. Als Erstmassnahme wurde der Bahnhof abgeriegelt und der Wagon unter Atemschutz untersucht, doch tatsächlich tropfte es aus dem Wagon der mit Gefahrgut beladen war. Während dessen lief bereits die Auswertung des Stoffes mittels UN - Nummer die schnell Klarheit brachte: Der Bahnwagon war mit 23.000l Essigsäure beladen, dieser Stoff ist sehr gesundheitsgefährdend, Ätzend, und es besteht Entzündungsgefahr bei Erwärmung, so das Lexikon. Danach lief an was bei uns öfters in Übungen durchgespielt wurde: CSA - Träger rüsten sich aus, der Brandschutz wird sichergestellt, eine Auffangwanne wir unter den Wagon gestellt. Nach einer genaueren Untersuchung mit Chemiekalienschutzanzügen zeigt sich das die Flüssigkeit aus der Isolierschicht des Wagons tropft, was ein auffinden einer Leckage oder ein abdichten unmöglich macht. Daraufhin wird mit zahlreichen Fachberatern Rücksprache gehalten, dann der Entschluss. Der Zug muss die Fahrt fortsetzen zu einem Gleisbereich ohne Oberleitung, nur dort ist ein wahrscheinlich nötiges anheben des Containers möglich. Es wird beschlossen den Wagon zu einem Gleisbereich ohne Oberleitung in der nähe von SR zu lotsen um diesen weiter zu untersuchen. Für uns bedeutete dies glücklicherweise das Ende des aufwendigen Einsatzes. Wir dekontaminieren unsere Einsatzgerätschaften und rücken danach von der Einsatzstelle ab. Wir bedanken uns bei den eingesetzten Feuerwehren, Führungskräften und Fachberatern, der Polizei sowie der ILS Regensburg für die Unterstützung.
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