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Am 20.05.2011 fand im Sünchinger Alten- und Pflegeheim eine Grossübung statt. Im Vorfeld der Übung wurde das Personal nochmals von uns über das Verhalten im Brandfall geschult. Insbesondere wurden auch Fluchthauben gezeigt und deren Möglichkeiten und Einsatzgrenzen erläutert. Die Fluchthauben werden auf unseren Fahrzeugen mitgeführt.
Für die eigentliche Übung wurden von uns vorher 20 Verletzten - Darsteller eingewiesen und mit verschiedenen Brandverletzungen geschminkt. Sie wurden in einem Abschnitt des Gebäudes unterschiedlich verteilt, dabei lagen viele in Betten, manche sogar mit Infusionen. Wir haben versucht ein geschehen nahe an der Realität zu simulieren. Pünktlich um 19:00 Uhr bekamen dann 10 Feuerwehren den Einsatzauftrag zum Brand im 2. OG des Alten- und Pflegeheim Sünching mit Personen in Gefahr. Auch die Bereitschaftsgruppen des BRK aus Neutraubling und Wörth wurden informiert, mit der Info das eine Vielzahl an Verletzten zu erwarten ist. Während die Wehren mit Atemschutz vorrangig die Aufgabe der Personenrettung im Gebäude hatten, waren alle anderen Wehren primär für die Sicherung der Wasserversorgung zuständig. Besonders die Atemschutzträger waren gefordert, galt es doch eine grosse Anzahl an Personen zu finden und ins Freie zu bringen. Am leichtesten gestaltete sich natürlich die Rettung der gehfähigen Personen. Wie uns die Atemschutzträger berichteten war jedoch teilweise schon die Funktion des Gitters am Bett ein erstes Hindernis. Auch der Transport der Verletzten gestaltete sich teilweise schwierig, so wurden einige Personen samt Bettlaken, andere mit einem Rollstuhl des Heimes aus dem Gebäude transportiert. Auch der Korb einer Drehleiter aus Mintraching wurde zur Personenrettung eingesetzt, es wurde jedoch schnell klar das eine Drehleiter die Rettung zwar erleichtert und hilfreich ist, dabei jedoch die Höhe zur Fensterbank überwunden werden muss. Für die Personenrettung im Gebäude wurden bei dieser Übung insgesamt über 20 Atemschutzträger eingesetzt. Nach der Rettung aus dem Gebäude war die Arbeit natürlich längst nicht getan. Ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (Orgl) sichtete alle Verletzten und beurteilte die schwere der Verletzungen. Die Bereitschaftsgruppen des BRK nutzten derweil einen Hof zum Einrichten des Behandlungsplatzes, denn nicht alle Verletzten können sofort abtransportiert werden. Da auch im Realfall die Feuerwehren mehr Kräfte aufbringen werden als der Rettungsdienst ist der Transport zum Behandlungsplatz mit unsere Aufgabe. Denn auch in der Realität wird der Behandlungsplatz Einsatzbedingt nicht direkt am Gebäude sein. Es wurden daher alle Einsatzkräfte die nicht gebunden waren für den Transport der Verletzten benötigt, was ab und an nicht leicht war. Nach ein paar Metern schauten sich alle nach einer Trage oder anderen Hilfsmitteln um und orderten weitere Helfer zur Unterstützung. Eine Schadenslage dieser Grössenordnung stellt für die Feuerwehren immer eine Herausforderung dar, unabdingbar ist jedoch die Mitarbeit aller Wehren. Wenn die Einsatzkette anläuft wird es immer sehr schnell Schlag auf Schlag gehen, klar muss aber auch sein das es ein System gibt in dem alle mitspielen müssen, Die Wehren mit Atemschutz werden Ihre Aufgaben immer im Gebäude finden, es wird jedoch auch ausserhalb jede Hand benötigt, das sollte jedem klar werden. Wir bedanken uns bei allen Feuerwehren sowie dem BRK für das mitwirken!
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